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Dell XPS 600 (Eigenkonfiguration)

Mein neuer PC (schwärm) besteht im wesentlichen aus einem Intel Pentium D – Prozessor mit 3,2 Ghz, 2048 MB Arbeitsspeicher (zweimal 1024 Dual Channel DDR2), einer nVidia GeForce 7800 GTX – Grafikkarte und einer 250 GB – Festplatte. Der Kasten ist schön groß und hat noch einige freie Steckplätze, zum Beispiel für eine zweite Grafikkarte oder für eine Verdopplung des Arbeitsspeichers. Allerdings frisst er ganz schön viel Strom, allein zum Netzteil gehören schon zwei Lüfter…

Praktisch bei Dell ist, dass man sich den PC selbst zusammenstellen kann. Es wird immer eine Standardkonfiguration angeboten, man kann aber jede einzelne Komponente selbst auswählen – was man dann draufzahlen muss oder welche Ersparnis sich ergibt, sieht man auf einen Blick. Bestellt man über das Internet, kommt man meist in den Genuss spezieller Rabatte. Die Bestellung hat aber den Nachteil, dass der Rechner versandt wird, d.h. man kann ihn nicht im Laden kaufen und selbst mitnehmen. Dieser Nachteil wird durch den recht guten Service beim Versand, der durch UPS erfolgt, ausgeglichen. Mit der Frachtbriefnummer sieht man immer, wo das Paket gerade ist. Bei mir wurde sogar am Tag vor der Auslieferung angerufen und Bescheid gesagt.

Wie sich mein neuer Rechenknecht im Einsatz macht, muss die Praxis zeigen, denn noch habe ich seine Leistungsfähigkeit bei weitem nicht ausgereizt…


AKG Hearo 777 Quadra Surround-Funkkopfhörer
Preis (Stand Oktober 2004): 199,- Euro

Unverzichtbar ist dieser Kopfhörer für jeden, der auch bei Games nicht auf Surround-Sound verzichten möchte, sich aber ein ordentliches Surround-System nicht leisten kann oder ganz einfach keinen Platz hat, um die Lautsprecher aufzustellen. In diesen Fällen ist der AKG Hearo 777 Quadra eine preisgünstige, aber trotzdem hochwertige Alternative, denn den kann man direkt an den PC / die Konsole anschließen, wenn letztere einen Kopfhöreranschluß oder einen Cinch-Line-Out-Anschluß hat. Natürlich kann man den Kopfhörer auch für alles andere verwenden, also für den Betrieb mit der Stereoanlage, dem DVD-Player und so weiter.

Wie man auf dem Bild erkennen kann, gehört zu dem Kopfhörer eine Basiseinheit, die gleichzeitig als Ladestation für die Akkus und als Dolby-Decoder dient. Die Basiseinheit wird entweder per Cinch-Kabel an die Line-Out-Buchsen (falls vorhanden) angeschlossen oder per Klinkenstecker mit dem Kopfhörerausgang verbunden. Letzteres ist praktischer, weil man so einfacher z.B. zwischen PC und Stereoanlage wechseln kann. Beide Kabel sind im Lieferumfang enthalten, sind ausreichend lang und haben vergoldete Stecker. Da es sich um einen Funkkopfhörer handelt, kann man frei herumlaufen – vor, neben oder hinter der Basiseinheit oder auch in einem anderen Raum. Macht man letzteres, kann es aber je nach Entfernung zu Störgeräuschen kommen. Der Kopfhörer ist geschlossen, d.h. nach einiger Zeit wird es darunter schön warm… ansonsten ist der Tragekomfort aber sehr angenehm. Die Akkus halten im Dauerbetrieb ca. 20 Stunden durch, man kann aber auch ganz normale Batterien einsetzen.

Kommen wir zum eigentlich Interessanten dieses Kopfhörersystems: Dem Surround-Sound. Bei anderen Kopfhörern hat man immer den Eindruck, daß der Klang quasi im Kopf entsteht. Durch die im Hearo zum Einsatz kommende IVA-Technologie entsteht dagegen tatsächlich ein realistischer, räumlicher Höreindruck wie bei einer richtigen Heimkinoanlage. Das funktioniert sogar bei Stereo-Sound, d.h. der Kopfhörer verarbeitet auch ein Stereosignal so, daß man das Gefühl hat, zwischen Lautsprecherboxen zu sitzen - man könnte glatt vergessen, daß man einen Kopfhörer trägt. Der Surround-Sound kann voll und ganz überzeugen. Nicht nur wegen der gehörten räumlichen Weite, sondern auch wegen der vielen kleinen Geräusche, die man ohne Kopfhörer überhaupt nicht wahrnehmen würde. Auch die Bässe wirken erstaunlich saftig. Als typisches Beispiel hierfür sei die Szene im ersten Herr-der-Ringe-Film genannt, in der Sauron besiegt wird. Ohne Kopfhörer, d.h. nur über die TV-Lautsprecher, hört man praktisch nichts von der Schockwelle, die nach Saurons Ende übers Schlachfeld rast. Mit Kopfhörer allerdings vibriert der Bass-Effekt nur so…

Der einzige Kritikpunkt, den ich finden konnte, ist ein Rauschen, das man allerdings nur hören kann, wenn eigentlich Stille herrschen sollte. Man kann dieses Grundrauschen verringern, wenn man den Kopfhörer per Klinkenstecker in den Verstärker stöpselt und dort die Lautstärke hochdreht.

Freeloader (Nintendo Gamecube)

Mit einem guten Dreivierteljahr Verspätung kam er Anfang Februar 2003 endlich in den Handel, der langerwartete Freeloader.
Mit dieser Software im Gamecube-Mini-Gamedisc-Format ist es möglich, NTSC-Importspiele aus USA und Japan auf PAL-Gamecubes abzuspielen oder umgekehrt PAL-Spiele auf NTSC-Gamecubes laufen zu lassen, ohne die Konsole umbauen zu müssen. Man legt einfach den Freeloader ein, und wenn man dazu aufgefordert wird, tauscht man die Disc gegen das Spiel aus - dieses läuft dann problemlos. So erspart man sich den Umbau der Konsole, durch den ja auch der Garantieanspruch erlöschen würde. Man sollte aber darauf achten, daß man sich die Version 1.06 des Freeloader besorgt, weil es mit früheren Versionen Probleme gegeben haben soll. Man muß natürlich auch einen Fernseher besitzen, der mit einem NTSC-Signal umgehen kann, aber das dürfte bei allen aktuelleren Geräten kein Problem sein. Mein Fernseher ist z.B. auch schon 7 Jahre alt und macht alles mit.

RGB-Kabel

Solche Kabel können die Bild- und Tonqualität entscheidend verbessern. Das Bild wird schärfer, was man vor allem bei Text sehen kann, und die Farben werden kräftiger und satter. Das merkt man z.B. bei der Schwärze des Alls in Weltraumspielen. Ohne RGB-Kabel sieht das meistens... naja... nicht richtig schwarz aus. RGB-Kabel gibt es auch von Zweitherstellern, diese sind meistens preiswerter und mindestens genauso leistungsfähig wie Original-Zubehör. Eine gute Auswahl gibt es bei Wolfsoft.

SCART-Umschaltbox

Ihr habt zwei oder mehr Spielkonsolen, einen Viderecorder und einen DVD-Player, aber euer Fernseher hat nur einen SCART-Eingang? Tja, dann könnt ihr entweder immer die Kabel umstecken und riskiert, daß irgendwann die Kontakte abbrechen, oder ihr legt euch solch ein nützliches Teil zu. Die abgebildete Box verfügt an der Rückseite über 4 Eingänge und hat ein dickes Ausgangskabel, welches - besonderer Clou - auch noch Cinch-Stecker hat, sodaß man alle Konsolen über die Umschaltbox mit einer Stereoanlage verbinden kann. An der Vorderseite ist ein Drehschalter, mit dem man den jeweiligen Eingang auswählt. Die Box ist zwar alles andere als formschön, aber sehr praktisch.

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Sony Playstation 2

Technische Daten
CPU: 128 Bit Emotion Engine mit 296 MHz Taktfrequenz
Hauptspeicher: 32 MB Direct Rambus
Grafikspeicher: Typ 2560 Bit Graphics Synthesizer mit 148 Mhz Taktfrequenz und 4 MB Direct Rambus-Videospeicher
Sound: Typ SPU2 mit 2 MB Soundspeicher
Anschlüsse: 2 Controller, 2 Memory Cards, AV, Optischer Digital-Ausgang, 2 USB-Ports, IEEE 1394 "Firewire", PCMIA (Typ 3)
Abmessungen: 301 (B) x 178 (T) x 78 (H) mm bei 2,1 KG Gewicht
Die Konsole spielt folgende Datenträger ab: Playstation - CD ROM, Playstation2 - CD/DVD ROM, Audio CD, DVD Video
Preis: Durchschnittl. 149,- € (seit August 2004)

Die seinerzeit sehnsüchtig erwartete PS2 hat sich längst durchgesetzt, wofür nicht zuletzt die Abwärskompatibilität (d.h. die Konsole spielt auch Games der Vorgängerkonsole ab und bis auf die alten Memorycards kann man auch Zubehör der alten Playstation weiterverwenden) und die DVD-Player-Funktion gesorgt haben dürften. Entscheidenstes Kaufargument ist aber die Vielzahl hervorragender Spiele, mit denen wir inzwischen eingedeckt wurden. Das hat diese Konsole den Konkurrenten XBox und Gamecube (GC) voraus. Bei keiner anderen Konsole kann man auf eine derart große Auswahl von Top-Titeln zurückgreifen und monatlich kommen mehrere neue Spiele hinzu. In der Platinum-Edition kommen seit einiger Zeit auch ältere Top-Titel zum halben Preis nochmal auf den Markt. Zwar hinkt die Leistungsfähigkeit der PS2 den neueren Konsolen weit hinterher. Aktuelle PS2-Spiele sind aber i.d.R. wesentlich ausgereifter als XBox- und GC-Spiele der ersten Generation, sodass man im direkten Vergleich kaum gravierende Unterschiede bemerkt.

Das schwarze, recht "erwachsen" wirkende Gehäuse der PS2 kann auch aufrecht z.B. neben das Fernsehgerät gestellt werden, sodass es nicht so viel Platz wegnimmt, der nach vorne herausfahrende CD-Schlitten sorgt gegenüber den früher üblichen Deckelklappen für weitere Platzersparnis. Von allen drei Konsolen hat die PS2 den besten Game-Controller. Liegt hervorragend in der Hand, alle Tasten und Sticks sind sowohl für Kinderhände als auch für große Holzfällerpratzen gut erreichbar. Alle Buttons sind für die Analogsteuerung geeignet, aber in der Praxis wird man sie kaum so verwenden, weil man gar nicht vorsichtig genug draufdrücken kann: Sie sprechen fast sofort an. Die Analogsticks reagieren jedoch sehr gut, die Empfindlichkeit kann ohnehin bei den meisten Spielen frei konfiguriert werden.

Der integrierte DVD-Player ist sehr ordentlich, er hält den Vergleich mit "echten" DVD-Playern der mittleren Preisklasse auf jeden Fall aus. Der Bedienkomfort läßt allerdings zu wünschen übrig, hier kommt man nicht an der Anschaffung einer separat erhältlichen Fernbedienung vorbei.

Für die PS2 sprechen auch die Erweiterungsmöglichkeiten: An die USB-Anschlüsse kann man beispielsweise ganz normales Computerzubehör wie Maus und Tastatur anschließen.

Im Jahr 2003 soll die PS2 onlinefähig werden, wobei mir noch nicht ganz klar ist, was in diesem Zusammenhang genau geboten werden soll: Lediglich die Möglichkeit, im Internet zu zocken oder ein "richtiger" Internetzugang? Sony sollte sich hiervon auch nicht zuviel versprechen. Das Dreamcast-Debakel hat ja gezeigt, daß es nicht gerade viele Konsoleros gibt, die wirklich online spielen wollen, vor allem dann, wenn keine guten Spiele für dieses Feature erscheinen. Und für die echte, vollständige Nutzung des Internet ist so eine Konsole einfach nicht die richtige Plattform.

Mit Sicherheit wird die PS2 auch im Jahre 2003 noch eine gewichtige Rolle spielen, jedenfalls solange, bis bei den anderen Konsolen der Nachschub an konkurrenzfähigen Games so richtig ins Rollen kommt. Natürlich wird die PS2 irgendwann nicht mehr mithalten können, wenn neue Spiele größere Ansprüche an die Hardware stellen. Bis dahin wird aber bestimmt noch etwas Zeit vergehen!


Microsoft XBox

Technische Daten
CPU: Pentium3 mit 799 MHz Taktfrequenz
Hauptspeicher: 64 MB, Festplatte mit 10 GB
Grafik: 250 Mhz nVidia-Grafikchip
Anschlüsse: 4 Controllerports, pro Controller 2 Ports für Memorycards oder anderes Zubehör, AV, Ethernet-Schnittstelle
Abmessungen: 320 mm (B), 250 mm (T), 100 mm (H) bei ca. 4 KG Gewicht.
Die Konsole spielt folgende Datenträger ab: XBox - DVD ROM, Audio CD, DVD Video (nur mit gesondert erhältlichem Zubehör)
Preis: Durchschnittl. 149,- € (seit August 2004)

Microsoft will auch was vom großen Videospielekuchen abhaben! Seit März 2002 gibt es denn nun auch die erste nicht-japanische Spielkonsole auf dem deutschen Markt.

Schon in den ersten Wochen nach dem XBox-Launch schaffte Microsoft wieder das, wofür diese Firma berühmt und berüchtigt ist: Die Kunden zu verärgern! Ein Preischaos sorgte für Verwirrung. In der ersten Zeit waren die Händler daran schuld, die sich mit Preisreduzierungen über- bzw. unterboten, aber angesichts katastrophal schlechter Absatzzahlen zog Microsoft bald nach und senkte den offiziellen Preis drastisch. Kunden, die die Konsole zum ursprünglichen Preis gekauft hatten, bekamen einen zusätzlichen Controller und zwei Spiele geschenkt. Trotz allem blieben die Verkaufszahlen weit hinter den Erwartungen zurück, und das nicht nur in Europa, sondern vor allem auch am wichtigen japanischen Markt. Nur langsam kam das Geschäft in Schwung.

Dabei ist die klotzige Konsole ja alles andere als schlecht. Vor allem die mächtige CPU, der leistungsfähige Grafikchip und die bereits in der Konsole enthaltene Festplatte, die die Anschaffung teurer Memory Cards entbehrlich macht, überzeugen auf der ganzen Linie. Auch so nette Details wie der Stolperschutz im Controllerkabel lassen sich sehen. Aber was nützt das alles, wenn keine gescheiten Spiele für die neue Konsole kommen? Selbst jetzt, neun Monate nach dem Launch-Termin, gibt es nur einen relativ kleinen Bestand an Spielen, und der Anteil wirklicher Spitzentitel ist dabei noch äußerst gering. Eigentlich können nur solche Titel wie Halo, Splinter Cell, Morrowind und wenige andere wirklich überzeugen. Manche bieten zwar eine spektakuläre Grafik, die schon jetzt zeigt, daß die XBox in dieser Hinsicht der gesamten Konkurrenz weit überlegen ist, spielerisch sind diese Titel aber keineswegs eine Offenbarung. Teilweise handelt es sich auch um bloße PS2-Umsetzungen, die für die XBox kaum oder gar nicht verbessert wurden, aber trotzdem teurer sind!

Ärgerlich auch, daß man eine Fernbedienung als teures Zusatzgerät kaufen muß, wenn man die XBox als DVD-Player nutzen will. Immerhin: Man kann ganze Musik-CDs auf die Festplatte rippen und die Musik dann bei einigen Spielen, die dieses Feature unterstützen, im Hintergrund laufen lassen.
Das Joypad ist ein bißchen zu groß geraten. Für Kinder ist es kaum geeignet, selbst Erwachsene dürften den riesigen Klotz auf die Dauer zu unhandlich finden. Störend wirken sich auch die halbrunden Buttons aus. Da kriegt man bei intensivem Zocken echt Schmerzen in den rechten Daumen! Inzwischen wurde hier Abhilfe geschaffen: Es gibt eine kleinere, bessere Controller-Variante als gesondertes Zubehör.

Was die Ende 2002 ins Stadium des Beta-Tests getretene Onlinefähigkeit der XBox angeht ("XBox-Live"), so gilt hier das schon für die PS2 gesagte. Bei der XBox beschränkt sich der Internetzugang bis jetzt auf das Zocken im Netz. Ärgerlich: Wer sich für XBox-Live anmelden möchte, benötigt dafür einen DSL-Anschluß und eine Kreditkarte. Angeblich bespitzelt Microsoft seine Online-Kunden mit einer speziellen Spyware, durch die z.B. erkannt werden kann, ob die Konsole mit einem Modchip umgebaut wurde. Da ich nicht an XBox-Live teilnehme, kann ich zu solchen Gerüchten nichts weiter sagen.

Die XBox hatte zweifellos einen schlechten Start und gute neue Spiele kommen nur spärlich auf den Markt. Aber letzteres war ja bisher noch bei jeder neuen Konsole in der Anfangsphase der Fall. Die Zukunft wird zeigen, ob die großen Versprechungen, die Microsoft macht, gehalten werden können. Jedenfalls ist die XBox mit ihrer mächtigen Hardware die auf Dauer leistungsfähigste Konsole und wird auch bei der Entwicklung im PC-Bereich noch einige Zeit mithalten können.

Da Microsoft eine Firma von ganz anderer Größenordnung ist wie Sony oder erst Nintendo, wird man wohl annehmen können, daß die XBox auf keinen Fall so sang- und klanglos untergehen wird wie z.B. Segas Dreamcast. Microsoft könnte, wenn nötig, einen Verdrängungswettbewerb anzetteln, bei dem anderen Herstellern bald die Luft wegbleiben würde!


Nintendo Gamecube

Technische Daten
CPU: "Power PC Gekko" mit 485 MHz Taktfrequenz
Hauptspeicher: 40 MB
Grafik: Spezialchip "Flipper" mit 162 Mhz Taktfrequenz
Anschlüsse: 4 Controllerports, 4 Slots für Memory Cards, AV, 2 serielle Ports, 1 paralleler Port
Abmessungen: 115 x 150 x 160 mm bei 1,4 KG Gewicht.
Die Konsole spielt lediglich Gamecube - MiniDVD ab.
Preis: Durchschnittl. 99,- € seit 17.10.2003

Nachdem die N64-Konsole doch eher als Flop bezeichnet werden muß, will Nintendo den Videospielemarkt mit dem GC seit Mai 2002 zurückerobern. Erstmals werden beim Cube nicht die gewohnten, Nintendo-typischen Spiele-Cartridges verwendet, sondern spezielle Mini-DVDs mit 8cm Durchmesser. Klar: Durch dieses spezielle Format soll Raubkopierern das schändliche Geschäft erschwert werden. Wegen der kleinen Datenträger fällt der Cube auch so schnucklig klein aus. Störend ist nur die Deckelklappe, man kann ihn also nicht in ein niedriges Regal oder so stellen.

Der GC ist von der Hardware her irgendwo zwischen PS2 und XBox angesiedelt. An welche Zielgruppe er sich richtet, ist mir nicht ganz klar. So weckt das bunte Äußere schon gleich Spielzeug-Assoziationen und auch der für meinen Geschmack etwas zu kleine Controller wurde wohl nicht unbedingt für Erwachsene entworfen. Auch die bisher erschienenen Spiele lassen darauf schließen, daß man hauptsächlich die jüngere Generation ansprechen will: Kunterbunte Knuddelmännchen hüpfen über plakative Schmusewelten und sammeln putzige Sachen ein. Oder so. Immerhin: Was man in den GC-Spielen so sieht, wirkt schon ziemlich prächtig, da kommt die PS2-Grafik teilweise nicht mehr mit. Auf der anderen Seite der Zielgruppenskala stehen Titel wie Resident Evil - ja, ganz richtig: Die bereits für die alte Playstation erschienene Serie kommt auch für den Cube, der erste Teil wurde als Remake komplett neu entwickelt und optisch wunderbar aufgebohrt. Auch sollen neue Resident Evil - Teile erstmal nur noch für den GC kommen. Das ist nun absolut nur was für Leute weit über 18! Genaugenommen gibt es die neue Nintendo-Konsole aber noch nicht lange genug, man kann einfach noch nicht sagen, in welche Richtung sie sich letztlich entwickeln wird. Ihr jetzt schon ein reines "Kinderspielzeug"-Image anzudichten, wäre sicher falsch.

Aber wird sie sich überhaupt durchsetzen? Gute Frage! Nintendo ist, verglichen mit Sony und Microsoft, eher ein Zwerg und kann sich - vielleicht - keinen langwierigen Wettbewerbskampf erlauben. Da der Markt inzwischen schon durch die Produkte aus den anderen Häusern recht gesättigt ist, haben Neulinge wie der Cube keinen leichten Stand. Aber Big N ist auch am längsten von den dreien im Videospielegeschäft, kann also wohl auf die besten Erfahrungswerte zurückgreifen. Auch gibt es einige Kultspiele, die für andere Plattformen niemals rauskommen werden, man denke nur an Mario, Zelda und Metroid. Außerdem: Sollte Nintendo mal Geld brauchen, muß nur die x-te Pokemon-Edition exclusiv für den GC herausgebracht werden und schon hätte man sich saniert!

Für den Cube spricht natürlich der wirklich günstige Preis. Schade ist nur, daß man damit keine DVD-Filme und keine Musik-CDs abspielen kann. Der GC ist halt eine reine Spielkonsole ohne jegliche Zusatzausstattung - nur eine eventuelle Onlinefähigkeit hat man sich offengehalten, aber zu diesem Thema hört man momentan nichts Neues mehr.

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Rückblickend würde ich heute (Oktober 2004) sagen, daß noch immer die Playstation 2 die Videospielkonsole meiner Wahl wäre, wenn ich noch keine andere hätte. Allein die Möglichkeit, DVD-Filme ohne gesondertes Zubehör damit abzuspielen, wäre für mich schon kaufentscheidend. Das zweite - vielleicht überzeugendste - Argument ist der sehr umfangreiche Bestand an wirklich hervorragenden Games, die es für diese Konsole schon gibt.

XBox und Gamecube haben zwar die deutlich leistungsfähigere Hardware, bei beiden Konsolen hapert es aber noch ein wenig an guten Spielen. Während Microsoft inzwischen einige heiße Eisen im Feuer hat und auch Umsetzungen von PC-Spielen herausbringt, scheint Nintendo sich mehr auf Sequels von bekannten Klassikern zu verlassen. Sony liefert einen stetigen Strom aus teils durchschnittlichen, teils hervorragenden und teils grottenschlechten neuen Titeln.

Inzwischen machen immer neue Gerüchte über Nachfolgekonsolen die Runde - insbesondere über die Playstation 3 und die X-Box 2. Konkrete Veröffentlichungstermine gibt es noch nicht, es ist aber im Jahre 2005 zumindest mit näheren Informationen, wenn nicht gar mit einem Release zu rechnen. Die PS3 wird, soviel weiß man jetzt schon, auf das neue Medium "Blue-Ray-Disc" setzen, welches die DVD ablösen soll.

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Sega Dreamcast

Technische Daten
CPU: SH-4 RISC mit 128-bit Grafik-Engine und 200 MHz Taktfrequenz
Hauptspeicher: 16 MB
Betriebssystem: Windows CE
Abmessungen: 190 mm (B) x 195 mm (T) x 78 mm (H) bei ca. 2 kg Gewicht
Anschlüsse: 4 Controller (pro Controller 2 Slots für VMU oder anderes Zubehör), AV, Modem
Die Konsole spielt Dreamcast - CD ROM und Audio CD ab
Preis ???? (Wird nicht mehr hergestellt)

Wieder mal das frühe Aus für eine Konsole, die ein längeres Leben verdient hätte. Das letzte neue Spiel kam irgendwann Anfang 2002, das Sega-eigene Portal für den Internetzugang wurde im März 2002 gecancelt. Das DC kam einfach nicht gut genug bei den Kunden an - vielleicht lag es an der völlig verfehlten Marketingstrategie. Werbespots sagten praktisch nichts über das Produkt aus, die meisten großen Versprechungen, die Sega bezüglich der Onlinefähigkeit machte, wurden nicht bzw. nur zum Teil und nur äußerst schleppend in die Tat umgesetzt.

An der Qualität der Konsole oder der Spiele hat es meiner Meinung nach nicht gelegen. Das DC war keine schlechte Plattform und es gab/gibt eine ganze Reihe von sehr guten Spielen. Ich denke da an die tollen Grafiken von Soul Calibur, die neuen Gameplay-Ideen von Shenmue und den Klassiker Resident Evil Code Veronica, um nur wenige von vielen zu nennen! Was ich da gesehen habe, war nicht schlechter als so manches, was es für die jetzt aktuellen Konsolen gibt. Manche Spiele, z.B. Virtua Tennis, wurden bis jetzt auch noch nicht übertroffen...

Der viel gepriesene Internetzugang war natürlich immer sehr stark eingeschränkt, das Modem war eher langsam. Man konnte nur ein bißchen im Internet surfen (wobei viele Websites nicht oder nicht richtig dargestellt werden konnten) und Mails versenden/empfangen. Man konnte praktisch nichts herunterladen und mußte sich zwangsläufig eine teure spezielle DC-Tastatur zulegen, wenn man beim Schreiben von Mails nicht am "virtuellen Keyboard", das via Joypad zu steuern war, verzweifeln wollte. Onlinespiele gab es einige, aber auch hier wollte nie so recht der Funke überspringen. Quake III Arena war auf maximal vier Spieler beschränkt, ebenso Starlancer. Und Phantasy Star Online kam einfach zu spät.

Jetzt wird das Gerät nicht mehr hergestellt und es werden auch keine neuen Spiele mehr produziert. Internetfähig ist die Konsole immer noch, man muß sich bei einem der üblichen Provider anmelden.

Wer keinen großen Wert auf Aktualität legt, kann sich das DC - falls es denn irgendwo noch zu haben sein sollte - aber auf jeden Fall zulegen. Das Teil sollte inzwischen auch sehr günstig zu kriegen sein. Spiele gibt es ja wie gesagt genug, und die werden z.T. für 9,- € oder so verramscht. Bis man die alle durch hat, ist man geraume Zeit beschäftigt!



Sony PSOne (Playstation)

Technische Daten
CPU: 32 Bit RISC R3000 mit 34 MHz Taktfrequenz
Abmessungen: 193 mm (B) x 144 mm (T) x 38 mm (H) bei 580 g Gewicht
Anschlüsse: 2 Controller, 2 Memorycards, AV, LCD-Monitor
Die Konsole spielt Playstation-CD ROM und Audio CD ab
Preis: Ca. 120,- €

Die Playstation von Sony hat seinerzeit das Videospiel-Genre erst richtig salonfähig gemacht und von dem "Spielzeug"-Image weggeführt, das vor ihrer Veröffentlichung gang und gäbe war. Mit der Playstation wurde der Spiele-Boom im Konsolenbereich erst so richtig ausgelöst - und daß der Siegeszug dieser Konsole noch immer anhält, belegt die Tatsache, daß sie als einzige Konsole ihrer Generation noch immer im Handel ist und sich eine Zeitlang sogar besser verkauft hat als die XBox! Allerdings wurde die Kiste einer Schrumpfkur unterzogen. Einige der Anschlüsse, die die PS früher hatte, gibt es bei der PSOne (so heißt die neue Mini-Ausgabe) nicht mehr. Dafür kann man zum Ausgleich einen LCD-Monitor an die PSOne anschließen und so auch unterwegs zocken...

Immer noch kommen regelmäßig neue PSOne-Spiele auf den Markt. Natürlich kann man die nicht mit den Titeln vergleichen, die es für die Konsolen der nächsten Generation gibt, aber schlecht sind sie natürlich auch nicht. Innovationen oder weitere Quantensprünge in der Qualität der Spielgrafik darf man wohl nicht mehr erwarten - inzwischen ist die Leistungsfähigkeit der PSOne restlos ausgereizt.

Vor allem der Preis dürfte auch heutzutage noch ein Kaufargument sein, zumindest für Leute, die einen relativ preiswerten Einstieg in die wunderbare Welt der Spiele suchen. Auch für die PSOne gibt es nämlich eine inzwischen sehr große Anzahl einstiger Top-Seller-Spiele, die in der Platinum-Edition zum halben Preis erhältlich sind. Wer sich allerdings schonmal mit den neueren Konsolen beschäftigt hat, dürfte für die i.d.R. eckig-pixelige PSOne-Grafik nur noch ein müdes Lächeln übrig haben...



Super Nintendo Entertainment System

Technische Daten
CPU: 16-Bit Prozessoreinheit mit max. 3,58 MHz Taktfrequenz und 128 kb Arbeitsspeicher
Abmessungen: 200 mm (B) x 242 mm (T) x 72 mm (H) bei ca. 1,7 kg Gewicht
Die Konsole spielt SNES-Cartridges ab.
Preis: ???? (nicht mehr im Handel)

Seufz - meine allererste eigene Videospielekonsole. Die stammt noch aus einer Zeit, in der man ungestraft "Telespiele" zu den Games sagen durfte...

Wenn ich an solche Klassiker wie Super Mario World, The Legend of Zelda - A Link to the Past usw. usw. denke, kriege ich feuchte Augen! Natürlich kann man die Spiele absolut nicht mehr mit heutigen Standards vergleichen, aber der Kultfaktor ist immer noch enorm. Pixelige kleine Männchen in 2D-Umgebung und Dudelmusik - ja, liebe Kinder, so haben wir damals gespielt! Wir hatten ja sonst nichts!

Der häßliche graue Brotkasten mit dem eigentlich unhandlichen flachen Gamepad hat auch heute noch einen Ehrenplatz bei mir. Wenn er auch allmählich zustaubt...

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MB Microvision

Technische Daten:
Prozessor: TMS 1.100 (auf Modulen), 4 Bit
16 x 16 - Pixel-LCD-Bildschirm (schwarzweiß)
Erhältlich ab 1979, heute wohl nur noch auf dem Flohmarkt

Mit dem entnervenden Gepiepse dieses Dings habe ich monatelang meine Umwelt in den Wahnsinn getrieben...

Das System verwendete Module, die als Deckschale auf das Grundgerät gesteckt wurden und auf denen die Spiele gespeichert waren. Auf den Plastikfenstern der Module gab es farbige Overlays, weil sowas auf den Pixelbildschirmen nicht dargestellt werden konnte. An dem Drehknopf zum Steuern hat man sich regelmäßig Sehnenscheidenentzündungen zugezogen. Es gab einige Module, ich hatte nur das oben abgebildete Blockbuster (ein Klassiker) sowie ein primitives Pinball-Spiel.


MB Senso

Von diesem Teil weiß ich nicht mehr viel, außer daß man sich Ton/Lichtfolgen merken und eingeben mußte und daß ich immer schon ganz am Anfang gescheitert bin. Ansonsten gefiel mir der spacige UFO-Look dieses Geräts...

Das Gerät gab es übrigens ab 1978.





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