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28.05.2006
Die Herr-der-Ringe-Symphonie in Köln



Howard Shores meisterliche Musik zur Herr-der-Ringe-Verfilmung hat mir schon immer gut gefallen. Die auf CD erhältliche Version teilt allerdings das Schicksal aller Soundtracks: Man hört ein paar Takte einer schönen Melodie, die dann aber gleich wieder von anderen Musikstücken unterbrochen wird, welche nicht so eingängig sind, weil sie zum Beispiel zu einer Actionsequenz des Films gehören. Dieses Problem hat offenbar auch der Komponist erkannt, und so hat er alle Leitmotive und andere wichtige Musikstücke aus allen drei Filmen zu einer Symphonie zusammengestellt, durch die ein wunderbares Klanggemälde Mittelerdes gezeichnet wird. Diese gut zwei Stunden lange Symphonie wurde jetzt in der Kölnarena aufgeführt, zusätzlich gab es auf einer großen Leinwand Artworks von John Howe und Alan Lee zu sehen. Allerdings wäre eine Visualisierung dieser Art gar nicht nötig – man konnte genauso gut einfach die Augen schließen und die Musik auf sich wirken lassen.

Es war ein ganz besonderes Erlebnis, die Musik von einem großen Orchester mit riesigem Chor vorgetragen zu bekommen. In den ersten Minuten hatte ich tatsächlich eine leichte Gänsehaut, und als dann am Schluss »Into the West« gespielt wurde, da waren manche Leute so ergriffen, dass die Taschentücher ausgepackt wurden... Nicht so gut gefallen hat mir, dass manche Instrumente etwas zu laut waren, d.h. sie haben den Chor zu oft übertönt. Insbesondere der Männerchor war etwas zu schwachbrüstig, erstaunlicherweise war der Kinderchor die meiste Zeit sehr viel besser zu hören. Ich würde auch sagen, dass Aragorns kurzer Gesang (nach der Krönung) im Film von Viggo Mortensen schöner bzw. passender, weil melancholischer und nachdenklicher vorgetragen wird hat als vom Bariton in der Symphonie. Aber das sind nebensächliche Kritikpunkte, insgesamt war es eine tolle Vorstellung.

Es waren übrigens auch einige Kostümierte unterwegs. Ich habe diverse Galadriels und Arwens gesehen (komplett mit Elbenohren), auch die eine oder andere aufwändig gearbeitete Rüstung.

Die Symphonie wird noch am 18.08.2006 in Aachen und am 06.01.2007 in Leipzig aufgeführt. Wer die Filmmusik mag, sollte sich diese einmalige Gelegenheit nicht entgehen lassen.

29.04.2006
Spaß mit der Deutschen Bahn – Teil 10

Huch, dies ist schon Teil 10 meiner Abenteuer mit der Bahn! Fast ein kleines Jubiläum! Aber die Zahl stimmt natürlich nicht, denn meine Erlebnisse im Nah- und Fernverkehr sind Legion. Ich erwähne nur nicht alle in diesem kleinen Tagebuch.

Die Bahn bietet seit einiger Zeit ein zweites Punktesystem neben den schon länger bekannten Bahn Comfort – Punkten an. Für jene konnte man sich ja nichts kaufen, aber mit den neuen Punkten (BahnBonus heißt das System) ist das anders. Man sammelt Punkte bei jedem Fahrkartenkauf, ab einer bestimmten Punktzahl erhält man Prämien. Für 1500 Punkte gibt es zum Beispiel eine Freifahrt in Fernverkehrszügen der 2. Klasse. So heißt es jedenfalls auf dem Papier. Aber wie sagt man so schön? Papier ist geduldig. Aber ich bin Optimist (man könnte es auch als Naivität bezeichnen) und forderte mit den ersten Punkten, die ich schnell beisammen hatte, weil ich recht oft mit der Bahn fahre, einen Gutschein über eine Freifahrt an. Die Sache hat allerdings, wie ich schnell feststellte, nicht nur einen Haken, sondern gleich vier. Zunächst einmal erhält man natürlich nicht einfach eine Fahrkarte, sondern – wie schon erwähnt – einen Gutschein. Diesen muss man (Haken Nr. 2) am Schalter einlösen, und das ist schon sehr lästig, wenn man sich wie ich an die bequemen Online-Tickets gewöhnt hat. Der dritte Haken besteht darin, dass man sich abschließend für eine Prämie entscheidet, d.h. man kann den Gutschein nicht einfach wieder zurückgeben oder gegen eine andere Prämie eintauschen. Der größte Haken: Das Angebot ist kontingentiert, d.h. es gilt nur in begrenzter Anzahl und offenbar nur auf bestimmten Strecken.

Egal. Ich gehe also mit meinem schönen Gutschein zum Fahrkartenschalter, wo ich erstmal geraume Zeit anstehen darf, weil wie üblich nur die Hälfte der Plätze geöffnet ist. Dann bin ich endlich dran und gebe der Dame stolz meinen Gutschein. Dann und dann würde ich gern fahren, sage ich. Es wird alles eingedaddelt – aber die Buchung mit BahnBonus ist nicht möglich. Kontingent wahrscheinlich erschöpft oder gar nicht erst vorhanden. Na gut, probieren wir es mit einem alternativen Datum. Wieder wird alles eingedaddelt. Wieder wird erst am Ende dieses zeitaufwändigen Vorgangs die Meldung ausgegeben, eine Buchung mit BahnBonus sei nicht möglich. Okay, was soll’s: Nächstes Datum. Und nächstes. Und nächstes. Und nach dem sechsten Versuch gebe ich auf, denn den wartenden Kunden hinter mir spritzt schon der Zornesgeifer aus dem Mund und ich habe auch noch was anderes vor. Der Dame am Schalter mache ich keinen Vorwurf, denn sie kann nichts dafür. Es gibt einfach keine Möglichkeit, schnell festzustellen, auf welchen Strecken es denn (noch) freie Kontingente gibt – man muss den ganzen Buchungsvorgang von A bis Z durchziehen, nur um dann am Ende eine lange Nase gedreht zu bekommen.

So zockele ich leicht genervt und unverrichteter Dinge von Dannen. Den Gutschein nehme ich mit – er gilt noch bis Oktober. Vielleicht schaffe ich es ja bis dahin, die eine Strecke zu finden, auf der die Bahn ihre BahnBonus – Kunden gratis fahren lässt. Wahrscheinlich von Schilda nach Lummerland, mittwochs um 3 Uhr nachts. Aber nur in Schaltjahren bei Vollmond.

09.04.2006
Wortpate

Wortpate zu werden, ist ungefähr genauso sinnvoll und nützlich wie der Erwerb eines Grundstücks auf dem Mond. Beides ist durchaus möglich – ersteres wird vom »Verein Deutsche Sprache« angeboten. Auf der Homepage des Vereins (wortpatenschaft.de) kann man aus einer Datenbank ein beliebiges Wort auswählen und reservieren. Man wird zur Überweisung eines bestimmten Betrages aufgefordert, der als Spende an den Verein gilt, und darf sich dann als Pate des Wortes bezeichnen. Man erhält auch eine Urkunde – siehe Bild. Natürlich hat man nichts davon. Aber egal… Jedenfalls habe ich es mir nicht nehmen lassen, einfach mal eines meiner Lieblingsworte zu reservieren: »verschammeriert«. Diesen Begriff verwendet man bei uns in Rheinhessen zur Beschreibung eines Zustands, der mit »zerkratzt«, »aufgeschürft« oder »zerschrammt« nur unzureichend beschrieben wäre.

03.02.2006
Spaß mit der Deutschen Bahn – Teil 9

Manchmal erlebt man auf Bahnfahrten doch noch was Neues. Diesmal gab es mitten auf der Strecke eine Vollbremsung. Nach kurzer Zeit kam die Durchsage, der Zug habe irrtümlich einen Bahnhof ausgelassen! Na so was! Das kann man ja als Lokführer auch nicht ahnen, dass man am Bahnhof anhalten muss! Hätte ihm das nicht jemand vorher sagen können? Jedenfalls stand der Zug jetzt erstmal auf freier Strecke herum und ich stellte mir die Gesichter der Leute vor, die an besagtem Bahnhof eigentlich hätten einsteigen wollen, als der Zug an ihnen vorbeibretterte. Doch noch war nicht alle Hoffnung verloren: Der Zug fuhr nämlich allen Ernstes zu dem »überfahrenen« Bahnhof zurück! Dafür hatte ich nicht bezahlt!

Das I-Tüpfelchen war dann die Durchsage des Zugchefs bei der Einfahrt in den Bahnhof, dass der Ausstieg sich in Fahrtrichtung rechts befinde. Tja, welche Fahrtrichtung meinte er jetzt? Rechts war nämlich mitnichten der Bahnsteig, sondern ein anderes Gleis… Als der Zug dann endlich wieder weiterfuhr, rollte er zunächst noch ein wenig weiter zurück. »Falsche Richtung!« brüllten einige Leute, aber es ging dann doch noch, wenn auch mit einiger Verspätung, in der richtigen Richtung weiter. Da freute ich mich einmal mehr darüber, freitags endlich wieder eine Direktverbindung zu haben, denn mit allen Anschlusszügen war’s jetzt natürlich Essig.

18.01.2006
Gesindel Teil 5 – Auf der Autobahn

Aus gegebenem Anlass:

*Aktiviere Sarkasmus*

Weihnachten kommt immer so unerwartet – kaum ist man aus dem Sommerurlaub zurück, schon hat man wieder vergessen, rechtzeitig alle Geschenke zu besorgen. Mit dem Winter ist es genauso. Wer kann schon ahnen, dass es zwischen November und Februar plötzlich schneien oder Glatteis geben kann? Es kann doch wohl echt keiner erwarten, dass man sich gegen solche absolut unvorhersehbaren Widrigkeiten rechtzeitig wappnet, oder? Wo Winterreifen doch so teuer sind. Und wo es doch so lästig ist, nach dem Aufziehen von Winterreifen immer noch mal in die Werkstatt zu müssen, damit die Schrauben nachgezogen werden können. Und wo man doch im Vollvertrauen auf die eigene Unverwundbarkeit und auf die telepathische Begabung der anderen Verkehrsteilnehmer gern weiterhin über die Autobahn brettern und dabei gleichzeitig die übers Lenkrad gebreitete Blöd-Zeitung lesen möchte, wie man es auch sonst immer auf dem Weg zur Arbeit macht. Vom Handy-Telefonieren und gleichzeitigen Verspeisen des Frühstücksbrötchens mit einem Becher Kaffee bei Tempo 180 ganz zu schweigen! Da macht man sich schon die Mühe und kratzt auf der Windschutzscheibe eine kleine Schießscharte frei, trotzdem geben die anderen Fahrer nicht genug Acht, obwohl sie doch sehen müssten, dass man durch die Schießscharte nichts sehen kann! Und lässt man stundenlang den Motor im Stand warmlaufen, damit die Scheiben wirklich frei sind, dann beschweren die Leute sich über Belästigung wegen Lärm und Abgasen. Also wirklich! Unverschämtheit!

*Deaktiviere Sarkasmus*

All jenen Irren gewidmet, mit denen ich es täglich morgens und abends auf der Autobahn zu tun habe…

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